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Mehrzeller

SÄUGETIERE

(Mammalia)
 

CHORDATIERE, WIRBELTIERE

Säugetiere ist die am höchsten entwickelte Klasse der Wirbeltiere (Vertebrata). Säugetiere sind mit ca. 4000 Arten in der ganzen Welt verbreitet. Säugetiere sind warmblütig und haben ein Plazenta und gebären lebende Junge (ausser bei den Kloaken- und Beutetieren). Die Jungen werden mit körpereigener Milch ernährt, daher stammt der Begriff "Säugetier".

Wal
(Cetacea)

Zahnwale: Delphin
(Delphinus delphis)

Delphine

 

Merkmale

Wale und Delphine sind fischartige Meeressäuger. Ihre Hinterextremitäten sind zurückgebildet oder fehlen völlig. Ihre Vorderextremitäten sind als Ruderfuss entwickelt. Die horizontal gestellte Schwanzflosse und die Rückenflosse besitzen kein Skelett.

Vorkommen und Verbreitung

Hochsee, hie und da in Riffnähe

Biologie

Delphine sind schnelle Schwimmer (bis zu 40km/h). Soziale Tiere, gerne in grossen Verbänden (ca. 100 Tieren). Jungtiere werden von Gruppe beschützt. Mutter säugt ihr Kind für 9 bis 18 Monate. Nach 5 Jahren sind die Tiere geschlechtsreif. Werden zwischen 20 und 40 Jahre alt. Können bis zu 10 Minuten unter Wasser bleiben und bis zu 300m tief tauchen. Intelligente Tiere. Verständigung durch Klick-Laute. Delphine ernähren sich von Fischen und Tintenfischen.

Der Ultraschall

Fledermäuse nutzen den Ultraschall, um sich in der Nacht zu orientieren, Delphine und Wale müssen sich im Wasser orientieren, wo die Reichweite von Lichtstrahlen stark begrenzt ist, daher verwenden sie ebenfalls ein Sonar-System, um ihre Umgebung "hörend" zu sehen.

Wasser hat eine etwa tausendfach höhere Dichte als Luft. Schall kann sich daher unter Wasser fünfmal schneller ausbreiten als in der Luft: 1500m pro Sekunde. Ein Problem ist jedoch, dass das Wasser ständig in Bewegung ist und dadurch komplexe Schallreflexionen entstehen - an der Wasseroberfläche, an Sprungschichten mit unterschiedlichen Temperaturen oder Salzkonzentrationen und am Meeresboden. Über grosse Distanzen ist es daher besonders schwierig, zu kommunizieren. Jeder Taucher weiss, dass Geräusche unter Wasser zwar ausserordentlich gut wahrzunehmen sind, aber die Richtung ihrer Herkunft sehr schwierig zu bestimmen ist.

Delphine kommunizieren im Frequenzbereich von 7 bis 200 Kilohertz, also überwiegend im Ultraschallbereich (Menschen hören bis max. 20 Kilohertz). Durch die Schallreflexionen können sich diese Signale überlagern und die darin vorhandene Information kann sich verfälschen oder vermischen. So könnte beispielsweise ein Warnruf ("Gefahr, Haie kommen, wir schwimmen in die andere Richtung") durch Überlagerung der Signale völlig falsch herauskommen ("Gefahr wir kommen, Haie schwimmen in andere Richtung"). Delphine und Wale haben dieses Problem gelöst, indem sie die Tonhöhe und die Frequenz ihrer Signale ständig variieren. Sie erzeugen eine Art Melodie und variieren die Tonhöhe in einem breiten Frequenzspektrum. Der Delphin konzentriert sich auf die Melodie und störende Nebengeräusche und Nachhalleffekte werden ausgeblendet. Ähnlich funktioniert es, wenn man eine Stimme aus einem Chor verfolgt oder ein einzelnes Gespräch aus einem Stimmenwirrwar heraushört.

Delphine erzeugen den Ultraschall nicht wie wir mit Stimmbändern sondern in den Nasalgängen, die sich in der Stirn zwischen der Schädeldecke und dem Blasloch befinden, der sogenannten Melone. Der reflektierte Schall wird von Knochen im Kiefer, in den Ohren und winzigen Knöchelchen im Innenohr aufgenommen.

Seekuh, Dugong, Manati (Manatee), Sirenen
(Sirenia)

Seekuh

 

Merkmale

Seekühe gehören wie die Elefanten und Pferden zu den Unpaarhufern. Die Seekuh hat einen länglichen Körper, ein breiter Kopf, kleine Augen und winzige Ohrenöffnungen. Schnauze mit Borsten und Schneidezähne. Dugongs haben einen gegabelten Schwanz, Manati hingegen einen abgerundeten Schwanz. 2-3 m lang, 250 bis 400kg schwer. Graue Farbe, ältere Tiere mit weissem Sternenmuster. Bei den Seekühen wachsen von hinten her Zähne nach, die die alten nach vorne drängen, bis sie schliesslich ausfallen.

Vorkommen und Verbreitung

Es gibt vier Arten, wovon drei Arten im Salzwasser leben und eine Art im Süsswasser. Flache Lagunen mit Seegraswiesen. Hie und da in Riffnähe.

Biologie

Seekühe sind langsame Schwimmer und sehr scheu. Sie können ca 6-7 Minuten unter Wasser bleiben und tauchen nur etwa. 5m tief hinunter. Obschon sie von Landtieren abstammen (Seekühe gehören wie die Elefanten und Pferden zu den Unpaarhufern) verbringen sie ihr ganzes Leben im Wasser, ohne je an Land zu kommen. Ernähren sich von Seegras (Zostera marina). Weibchen gebiert alle 3-7 Jahre ein Junges, Tragzeit 1 Jahr. Die Weibchen stillen ihre Jungen aus zwei Brustzitzen (wie Elefanten und Menschen). Bedrohte Art.

Die vier Arten

Karibischer Manati, Nagelmanati (Trichechus manatus): Karibik und Florida. Weidet Wasserpflanzen vom Grund, benützt dazu seine nagelbewehrten Hände.
Westafrikanischer Manati (Trichechus senegalensis): Afrikanische Westküste und verschiedene afrikanische Flüsse
Dugong (Dugong dugon): Rotes Meer, Indischer Ozean und Pazifik rund um Südostasien und Nord-Australien. Gegabelter Schwanz, lebt nur im Salzwasser
Amazonasmanati (Trichechus inunguis): Amazonas Fluss und Nebenflüsse. Ernährt sich von an der Wasseroberfläche schwimmende Wasserpflanzen, hat daher eine nach oben gerichtete Mundpartie.

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