Am äussersten Zipfel im Norden von Sulawesi (Sulawesi Utara, Indonesien) liegt die Lembeh Strasse (Lembeh Strait). Dieses Gebiet ist ein einzigartiger mariner Lebensraum, ein Makro-Paradies und ein faszinierender Ort für's Scubatauchen! 1994 tauchte ich hier zum ersten Mal, damals war es noch kein sehr bekannter Tauchplatz und in der Zwischenzeit habe ich hier sicher schon über 100 Tauchgänge gemacht und kenne mich in diesem tollen Tauchgebiet gut aus. Erwarte nur wenige spektakuläre Rifflandschaften oder Wandtauchen mit Grossfischen - dieses Tauchgebiet ist für sogenanntes muck-diving (Schlammtauchen oder Matschtauchen) bekannt - wo man nach seltsamen, bizzaren und skurrilen Fischen und andern Viechern sucht. Das Gebiet bietet über 25 Tauchplätze an, meistens schwarze Sandgebiete oder kleine Riffe. (Für andere Tauchplätze mit seltenen Meerestieren siehe Secret Bay in Bali und folgende Seiten auf Englisch: Dauin in Negros und Cabilao in Bohol in den Philippinen und Mabul in Borneo).
Das Schöne an der Lembeh-Strasse ist, dass man hier auch durchaus hübsche Korallengärten findet, wenn man also genug vom dunklen Sand hat, so sollte man mal Californian Dreaming oder Jiko I, II und III besuchen. Ausserdem liegen noch fünf schön bewachsene Wracks in der Lembeh Strasse, alle liegen in für Sporttaucher geeigneten Tiefen.
Anglerfische haben es mir besonders angetan und hier in der Lembeh Strasse begegnet man immer wieder welchen, darunter auch einigen seltenen Arten (siehe Video). Aber auch andere spezielle Tiere, die sich gerne verbergen und verstecken findet man hier: den Mimic Oktopus, die flammende Sepia, die Harlekin Garnele, Wonderpus (auch ein Tintenfisch), Skelett-Garnelen und jede Menge Nacktschnecken. Unter den Fischen fallen einige ganz skurrile Gestalten auf, etwa der Ambon-Skorpionfisch (Pteroidichthys amboinensis), Steinfische, Schluckspechte (Rhinopias frondosa), Himmelsgucker und Teufelsfische. Natürlich fehlen auch nicht weitere seltene Fische wie Geisterpfeifenfische, Seepferdchen und Pegasus-Flügelrossfische oder der endemische Banggai Kardinalfisch. Die Wassertemperaturen sind hier eher kalt für die Tropen - so zwischen 24 und 27°C (76 - 82ºF). Die Lembeh Strasse (Selat Lembeh) ist aber relativ geschützt, so dass man eigentlich das ganze Jahr durch hier tauchen kann (Wetterkarte von Indonesien). Spezieller Link: fishes of Bitung
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Nudi Retreat - in der Nähe vom Kapal indah Wrack - Sulawesi Dive
Quest
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Aussicht von der Divers Lodge Lembeh
Die Lembeh Strasse liegt an der Nordostseite von Sulawesi zwischen dem Festland und der Lembeh Insel und ist ca. 16 km lang und 2 km breit. Etwa in der Mitte sieht man links und rechts interessante weisse Kalksteinfelsen und kurz vorher liegen mehrere kleine Inseln (Batu Sandar, Sarena Kecil, Kai-nah). Im Norden ist am Abhang des Batu Angus (= verbrannter Felsen) einst ein Lavastrom hinuntergeflossen, die mächtigen schwarzen Überreste sind noch zu sehen. Der schwarze Sand an diesen Tauchplätzen zeugt von seinem vulkanischen Ursprung. Leider ist dieses aussergewöhnliche Tauchgebiet noch überhaupt nicht geschützt, etwa als Nationalpark.
Bitung ist eine grosse, lebendige Hafenstadt, die sich in letzter Zeit sehr entwickelt hat. Grosse Kontainerschiffe liegen an, überall fahren kleine Fischerboote herum und die Stadt ist in letzter Zeit auch wirklich sauber geworden, sie haben sogar einen Preis als eine der saubersten und gesundesten Städte in Indonesien gewonnen! Von Manado nach Bitung braucht man mit dem Auto etwa 1 bis 1 1/2 Stunden (je nach Verkehrsaufkommen). In der Nähe von Bitung auf dem Festland liegt eine Tauchbasis mit Bungalows (Kungkungan Bay Resort) und auf der Lembeh Insel befinden sich weitere 3 Resorts (Sulawesi Dive Quest, Lembeh Resort, Divers Lodge Lembeh). Man kann aber auch einen Tagesausflug von Manado aus organisieren und mehrere Livaboard-Tauchschiffe liegen jeweils 1 oder 2 Tage in der Lembeh Strait.
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| Tauchplätze Festland Sulawesi:
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Tauchplätze Insel Lembeh:
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Wracks:
Tauchbasen:
Links Tauchbasen in Lembeh |
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Das Tauchen in Lembeh ist immer wieder äusserst interessant. Je nach
Jahreszeit wechselt die Häufigkeit gewisser Tiere. Beispielsweise wenn
viele Algen wachsen, wimmelt es plötzlich an einem Tauchplatz nur so
von Nacktschnecken, die sich darüber hermachen. Oft findet man ohne Probleme
Seepferdchen aber dann sind sie plötzlich ganz selten anzutreffen. Am
besten Ihr erkundigt Euch bei den Tauchführern, wo man welche Tiere am
besten findet. Da viele Tiere sehr gut getarnt sind, ist es aber immer wieder
eine Herausforderung, sie in diesem aussergewöhnlichen Tauchgebiet zu
finden. Aber das ist ja gerade erst, was so richtig Spass macht!
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Police pier (Nr. 1): Ein Abhang mit schwarzem
Sand und Korallenblöcken. Im tieferen Bereich (17m) wachsen viele orangerote
Schwämme. Hier leben mehrere Anglerfische (A. pictus), die genau diese
Farbe angenommen haben und knallig orange sind - während eines einzigen
Tauchgangs fanden wir insgesamt sieben Anglerfische! Dieser Tauchplatz ist
ein richtiger Schlamm-Tauchplatz ("muck-diving"), überall liegt
auch Abfall herum, aber dieser dient verschiedenen Tieren als Lebensraum.
Leider hat der Abfall in letzter Zeit doch etwas arg zugenommen und auch immer
mehr Schiffe liegen am Pier, so dass das tauchen hier etwas unangenehm wird.
Trotzdem, seltene Stirnflosser leben hier sowie Harlekin-Garnelen, Paddelbarsche
und viele Nacktschnecken. Zwischen Anemonen und Seeigeln halten sich auch
die seltenen Banggai-Kardinalfische auf. Diese sind eigentlich endemisch in
den Banggai Inseln und
wurden wahrscheinlich in Lembeh ausgesetzt. Bis vor kurzem fand man ihn nur
im Police Pier und in der Nähe rund um die Inseln Sarena und Batu Sandar
aber inzwischen hat er sich schon über den Grossteil der Buchten dort
verbreitet. An ökologische Folgen denkt wohl niemand, etwa ob heimische
Kardinalfische die gleichen Nischen besetzt haben.
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Nudi Falls (Nr. 2): In diesem Tauchplatz taucht
man entlang einer kleinen Wand und auf dem sandigen Abhang, der bis 27m abfällt.
Im tieferen Gebiet wachsen Broccoli-Korallen und Schwämme und es kann
auch recht starke Strömung herrschen. Hier findet man mit viel Glück
den Rhinopias-
Schluckspecht. Ich habe sie sonst nur an der Küste von Manado
und in Padang Bai in Bali gefunden (wie
unterscheidet man die verschiedenen
Arten von Rhinopias? Fotos) und
das nur nach langem Suchen. Weiter oben an der Wand wachsen mehrere Muricella-Gorgonien
auf denen Pygmäen-Seepferdchen leben und wie man schon vom Namen des
Tauchplatzes ahnt, findet man überall Nacktschnecken. An der Wand befindet
sich ein Spalte mit Flammen-Feilenmuscheln (flame file shell). Diese erstaunlichen
Tiere erzeugen Lichtblitze im Innern ihres Mantels.
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Jahir (Nr. 5): Dies ist ein Sandgebiet mit verschiedenen
Korallenblöcken. Während meines letzten Besuches war dies einer
der besten Tauchplätze um den seltenen haarigen Anglerfisch (Antennarius
striatus) zu finden. Zu meinem Erstaunen lebte einer der Anglerfische inmitten
einer grossen Ansammlung von Diadem-Seeigeln. Den einen Fuss stützte
er einfach auf den Stacheln ab und wartete auf seine Beute, den Kardinal-Fischen,
die ebenfalls zwischen den Stacheln der Seeigeln leben. Zwei weitere Anglerfische
waren dabei sich zu paaren. Das Weibchen, gross und rund angeschwollen watschelte
herum während das kleinere Männchen sie immer wieder mit der Schnauze
anstiess. Leider konnten wir jedoch nicht so lange warten, dass wir die Eierabgabe
an der Wasseroberfläche hätten beobachten können.
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Nudi Retreat (Nr. 6): Dies ist ein schöner
Ankerplatz bei einem steilen überhängenden Felsen. Der Tauchplatz
ist nicht sehr gross, ein sandiger Abhang mit kleinen Korallenblöcken.
Oben lebt ein Päärchen Pegasus-Flügelrösser und mehrere
Stirnflosser. Einige Male starteten wir unsern Tauchgang etwa 50m nördlich
an einer wunderschönen Wand. Neben mehreren seltenen Nacktschnecken fanden
wir auch die seltenen Coleman-Garnelen, die auf Giftseeigeln leben. Hier kann
man auch interessante Nachttauchgänge machen. Wir sahen einen wunderschönen
juvenilen Fledermausfisch mit feurrotem Flossenrand und sogar ein Paar schlaftrunkener
Harlekin-Geisterpfeifenfische.
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Lettuce Surpriz U oder Kuda Laut (Nr. 7) Dieser
Tauchplatz liegt in der Mitte einer Bucht mit schöner Sicht auf den Vulkan
dahinter - ein guter Platz für die Mittagspause auf dem Boot. Der schwarze
Sand rundherum birgt allerlei Raritäten: Seepferdchen (deshalb der Namen
Kuda Laut), Geisterpfeifenfisch (Filament-, Harlekin- und Robuster), Anglerfische
(gestreifter, Rundflecken, Biocellatus), Buckeldrachenköpfe und spezielle
Flundern wie die Kakadu-Flunder (Samaris cristatus).
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Teluk Kembahu TK (Nr. 8): Ein guter Tauchplatz,
um Anglerfische und Seepferdchen zu sehen. In der Bucht lebt auch der Mimik
Oktopus und der Wonderpus (auch ein Tintenfisch). Mit viel Glück und
vor allem mit Hilfe der guten Augen der Tauchführer kann man diese scheuen
Tiere hier beobachten. Der Mimik Oktopus heisst so, weil er andere Tiere nachahmt.
So ändert er seine Form und Farbe dass er beispielsweise wie eine Flunder
oder wie eine Seeschlange aussieht. Er ahmt vor allem entweder gefährlich
oder ungeniessbare Tiere nach, etwa den Federstern, Heuschrecken-Krebs oder
Kieferfisch. Er ist einer der wenigen Tintenfische, die völlig unbekümmert
auch im Freiwasser schwimmen - dabei ahmt er einen Rotfeuerfisch oder eine
Qualle nach - und in Ruhe gelassen wird.
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Hairball Two (Nr. 9): ein vollkommen mit schwarzem
Sand bedeckter Tauchplatz leicht bis 23m abfallend. Im oberen Bereich findet
man spezielle Seeigel auf denen Kardinalfische und Zebra-Krebse leben. Ausserdem
grosse gelbe und braune Seepferdchen, die sich erstaunlich schnell fortbewegen
(besonders, wenn man sie fotographieren will!). Hie und da sieht man auch
den juvenilen Rundkopf-Fledermausfisch (Platax orbicularis), der wie ein braunes
verwelktes Blatt aussieht, sich flach auf den Sand legt und sich von den Wellen
hin- und herschaukeln lässt oder den Zebra-Fledermausfisch, der wie ein
Federstern aussieht.
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Hair ball (Nr. 10): einer der besten Tauchplätze
für das sogenannte Schlamm-Tauchen ("muck diving"). Man taucht
auf einem flachen Abhang (bis 22m), der mit schwarzem Sand und Algen bedeckt
ist. Im tieferen Bereich wachsen niedrige Schwämme - hier findet man
oft Anglerfische, Seepferdchen, den Ambon-Skorpionfisch und Teufelsfische.
Diese Tiere sind extrem gut getarnt und schwierig zu finden. Auf der schwarzen
Sandfläche leben auch viele Nacktschnecken und Sandbewohner
wie Sandtaucher, Flundern, Finger-Leierfische und Himmelsgucker. Wir hatten
viel Glück und konnten beobachten, wie ein haariger Anglerfisch einem
kleinen Plattfisch nachpirschte.
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Aw Shucks (Nr. 11):
Dieser Tauchplatz liegt im Norden der Lembeh-Strasse in der Nähe
der Perlaustern-Farmen und zu Füssen des schwarzen Lavaflusses vom Batu
Angus-Vulkan. Im tieferen Bereich (26m) und auf Korallenansammlungen leben
mehrere Harlekin-Geisterpfeifenfische und gelbe schwanzlose Seenadeln. Diese
sehen aus wie ein abgebrochenes Stück Peitschenkoralle. Auf dem kleinen
Riff im oberen Bereich fanden wir gelbe Schaukelfische und eine grosse unförmige
Notodoris minor Schnecke.
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Pantai (oder Pante) Parigi (Nr. 19): liegt auf
der Insel Lembeh in der Nähe der weissen Sandstein-Formationen. Der Name
bedeutet Strand mit Quelle. Man taucht auf einem leichten Abhang (bis 20m)
auf hellem Sand, Seegras und Algen. In mitten der grün-braunen Algen
fanden wir mehrere Ambon Skorpionfische (Pteroidichthys amboinensis). Hier
wachsen auch viele Broccoli-Korallen und auf diesen wiederum leben winzige
rosa Porzellankrebse. Neben Flundern, verschiedenen Aalen, Langhorn-Kofferfischen
sieht man mit Glück auch den Fransen-Feilenfisch
der wie ein Stück Seegras aussieht. Im oberen Bereich auf dem kleinen
Korallenriff fand ich immer Meeresschnecken (etwa Seehasen) und manchmal Anglerfische
oder Schaukelfische.
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a) Tanduk Rusa Wrack (Mawali Wrack): Während des zweiten Weltkrieges (1943) sank dieser japanische Frachter und liegt nun in Mitten der Lembeh Strasse auf 1° 26.778' N und 125° 13.536' E. Das Schiffswrack liegt auf der Backbord-Seite, ist etwa 90 m lang, die tiefste Stelle ist auf 31m, der obere Teil auf 16m. Man sollte also mit dem Tauchcomputer tauchen, den es ist durchaus möglich, dass man Deko-Stopps machen muss. |
Das Schiffswrack ist sehr schön bewachsen, schwarze Korallen, Schwämme
und erstaunlich viele Hartkorallen. Vermutlich brannte das Schiff stark, bevor
es sank und da dabei die Farbe weggebrannt wurde, war es den Hartkorallen
besser möglich, sich festzusetzen. Rob Sinke von der Divers Lodge Lembeh
fand hier auch einen geschmolzenen Kompass und verformte Flaschen, die vom
Feuer zeugen. Die Frachträume können leicht betaucht werden, die
Masten sind schön bewachsen und überall schwimmen Glasfische. Auf
dem oberen Teil leben Rotfeuerfische zu Hauf und unter und zwischen den Hartkorallen
liegen massenhaft Skorpionfische. Wenn etwas Strömung aufkommt versammeln
sich Schwärme von Makrelen über dem Heck.
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b) Kapal Indah: (übersetzt "Schönes
Schiff") liegt zwischen 17 und 24m tief auf dem Kiel und ist ca. 45m
lang. Man kann durch die Frachträume tauchen. Überall wachsen schwarze
Korallen und Schwämme und dazwischen schwimmen kleine Glasfische und
vor allem auf den Wänden sind einige sehr seltene Fadenschnecken zu finden,
die hier an den Hydrozoen abgrasen. Bei unserm letzten Besuch sass ein Riesenangler
auf einem grossen Schwamm und gähnte hie und da. Man taucht gegen Schluss
vom Wrack weg zur leicht aufsteigenden Sandfläche hin. Rundum die kleinen
Korallenblöcken wiederum findet man Geistermuränen, seltene Garnelen
und allerlei Nacktschnecken. Gleich in der Nähe liegt Kapal
Baru. Dieses Schiff sank erst vor kurzem und liegt nun auf 4 bis 14m
Tiefe. Ein schöner Tauchplatz für einen Nachttauchgang (nur kleine
Tauchgruppen). Man sieht Krebse und Garnelen, zum Teil gigantische Nacktschnecken
und sogar manchmal Geisterpfeifenfische.
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c) Bimoli Wrack: Dieses japanische Frachtschiff
liegt in 18 bis 35m Tiefe in einem stark befahrenen Gebiet vor Bitung. Manchmal
ist es deshalb unter Wasser ganz schön laut und die Sichten sind nicht
immer sehr gut. Das Schiffswrack aus dem zweiten Weltkrieg liegt auf Steuerbord
und ist sehr lange (mindestens 100m). Die Bimoli (ihr richtiger Name ist nicht
bekannt) wurde entweder von der Luft oder von einem U-Boot aus torpediert
- Aussagen dazu widersprechen sich. Das Schiff wurde vor allem in der Mitte
sehr stark zerbombt, und war bis vor kurzem noch gut erhalten. Leider wurden
im Sommer 2006 grosse Teile des Wracks aus dem Wasser gerfischt, um das Metall
als Schrott zu verkaufen. Nach Berichten ist ein Grossteil des Wracks ausgeschlachtet,
die Bullaugen, Masten, Stangen und Kamine sind weg, zum Glück wurde aber
die Munition (Bakelit) nicht aus dem Wasser genommen! Da bei meinem letzten
Besuch trotz Verbot der Polizei noch ein Floss über dem Wrack vertäut
war konnten wir nicht dort tauchen. Rina's Wrack
und Kapal Baru wurden ebenfalls für die
Gewinnung von Altmetall zerstört.
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Batu Kapal (Nr. 13): Eines der Highlights meines
letzten Tauchurlaubs war mein erster Besuch dieses Tauchplatzes. Was man nämlich
hier in der Lembeh-Strasse nicht erwartet ist ein Tauchplatz bei dem es so
richtig strömt und wo es nur so von Fischschwärmen wimmelt. Rob
Sinke von der Divers Lodge Lembeh empfahl mir diesen Tauchplatz und wählte
den richtigen Zeitpunkt für unsern Tauchgang - genug Strömungsaufkommen,
um Grossfische zu sehen aber nicht so viel, dass man von den Felsinseln weggetrieben
wird. Man taucht rund um eine Ansammlung von Unterwasser-Felsen, die von einem
Plateau von 22 bis 27m aus hinaufragen. Alles ist mit gelben Röhrenkorallen
(Tubastrea) überdeckt - bei Nacht muss es hier phantastisch aussehen
- sowie Weich- und Hartkorallen. Es ist wirklich beeindruckend, wieviele Fische
sich hier einfinden, von den kleinen Fahnenbarschen über Wimpelfische,
Drückerfische und Makrelen zu den Napoleon-Fischen und einigen Haien.
Mit der Strömung schwebt man zwischen den Felsen hindurch, manchmal hält
man an, versteckt sich im Strömungsschatten und schaut den Fischen zu,
dann wieder zieht einem die Strömung weiter zur nächsten Felsspitze.
Wunderschön!
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Californian dreaming und Pulau Putus (Nr. 14 and 15):
Während die meisten TaucherInnen zur Lembeh Strasse kommen, um
seltene Tiere zu finden, so lohnt es sich auch, in einem der hübschen
Korallengärten wie an diesem Tauchplatz zu tauchen. Überall wachsen
Gorgonien, Tischkorallen und farbenfrohe Weichkorallen.
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Angel's window (Nr. 16): dies sind mehrere Unterwasserfelsen,
die bis wenig unter die Wasseroberfläche aufragen. In etwa 27m Tiefe liegt
ein Durchbruch und Tunnel mit kleinen Felsbrocken. Rund um den Durchbruch
wachsen einige Muricella-Gorgonien (Muricella paraplectana) auf denen man
häufig Pygmäen-Seepferchen (Hippocampus bargibanti) antrifft. Der
eine grosse Felsen ist auch interessant, den auf jedem Tauchgang, den ich
dort machte traf ich Riffbarsche an, die sich entweder paarten oder ihre Eier
(ein bläuliche Schicht auf den Felsen) bewachten und gegen Falterfische
verteidigten. Dies ist auch ein guter Ort für Nacktschnecken und auf
der Spitze des Unterwasserfelsens lebt ein Steinfisch, der gänzlich von
Algen bedeckt ist. Rund um ihn herum schwimmen Fahnenbarsche und Riffbarsche
- für seine nächste Mahlzeit muss er nur sein Maul aufreissen!
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Südostküste von Pulau Lembeh (Nr. 28 bis 33):
Während des Nordwest Monsuns (November bis April) und wenn wenig
Wind weht kann man auch hier an der Ostseite der Lembeh-Insel tauchen. Am
nächsten ist Pulau Dua (Nr. 31). Man taucht
auf einem langgezogenem Rücken, dazwischen einige Stellen mit Sand und
Geröll. Bei Strömungsaufkommen versammeln sich hier grosse Fischschwärme,
vor allem Füsseliere, Wimpelfische und Doktorfische, man sieht aber auch
gelegentlich einen Hai oder einen Napoleon sowie Makrelen oder einzelne Barrakudas.
Auf den jedem Tauchgang, den wir hier machten sahen auch zwei oder drei Riesen-Anglerfische,
die auf den riesigen braunen Schwämmen, die hier wachsen sitzen. Im oberen
Bereich findet man zwischen Korallenblöcken und Geröll Tintenfische,
Nacktschnecken und Skorpionfische und in den Spalten leben Muränen und
Leierfische. Die Bootscrew sah sogar eine Dugon Seekuh während wir im
Wasser waren!
Auf der Insel Lembeh befinden sich die Tauchplätze Jiko I, II und III (Nr. 30). Hier findet Ihr schön bewachsene Korallenriffe mit verschiedenen Steinkorallen. Schaut Euch in Jiko I die grossen Korallenblöcke (25 bis 29m tief) an, hier leben Kaiserfische, Falterfische und Muränen.
Weiter im Norden liegt Batu Bunyan (Nr. 33). Hier tauchst Du mit Fischschwärmen aber auch Grossfische wie Haie, Makrelen und Thunfische. Zur Abwechslung wirklich empfehlenswert!
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Macht umbedingt auch einige Nachttauchgänge hier! Wiederum ist die Vielfalt der Tierwelt einfach beeindruckend. Nicht nur trifft man durchaus auf die alten Bekannten vom Tag wie Skorpionfische, Anglerfische oder Geisterpfeifenfische, sondern zusätzlich kommen allerlei weitere Viecher aus ihren Löchern hervor. Von Tintenfischen über allerlei Würmern (wie etwa der seltene Bobbit-Wurm) zu Schnecken und Seepferchen, die nur nachts herauskommen - es lohnt sich.
Nachttauchgänge kann man an praktisch allen Tauchplätzen machen, die etwas geschützt sind. Meiner Meinung nach lohnt es sich, einen Tauchplatz zu wählen, der sowohl Sand als auch Korallen umfasst, etwa Nudi Retreat (Nr. 6) oder Police Pier (Nr. 1), da man so noch mehr verschiedenartige Tiere entdecken kann.
Besonders empfehlenswert ist es, an einem der Tauchplätze, wo es Mandarinfische hat (z.B. Nr. 27 Divers Lodge Lembeh Hausriff) einen Einnachtungs-Tauchgang zu planen. So gegen 17h30 steigen nämlich die Mandarinfische zum Paarungstanz auf. Das Männchen (das grössere Tier) imponiert dem Weibchen mit seinen farbigen Brustflossen, dann steigen sie Bauch an Bauch schmiegend auf und schwimmen zusammen etwas vom Riff weg. Gleichzeitig werden Eier und Sperma abgestossen und die zwei kehren blitzschnell wieder in den Schutz der Korallen zurück - ein faszinierendes Schauspiel!
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Ich empfehle ausserdem: eine DVD über die Tiere in der Lembeh-Strasse, ausgezeichnete Aufnahmen, unter anderem von Anglerfischen, die am Fressen sind. Super! Shark Bay Films "The Critter Trilogy" (John Boyle). Kaufen bei www.electricsky.com.
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Karte von Sulawesi:
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